Das Zunfthaus zur Zimmerleuten wurde am 14. November 2007 bei einem Grossbrand stark beschädigt. Dabei starb ein Feuerwehrmann, und das Zunftarchiv mit historischen Dokumenten und Kostümen wurde teilweise zerstört. Der Brand entstand durch einen defekten Kabelbrand, der den Einsturz des Dachstuhls begünstigte. Der Silber- und Goldschatz der Zunft blieb unversehrt. Die Wiederaufbauarbeiten des Zunfthauses wurden durch Mitgliederbeiträge, Einstandsgelder und Schenkungen finanziert und dauerte fast 3 Jahre.
Historisches Wandbild
Bei den Wiederaufbauarbeiten wurden im zweiten Obergeschoss mittelalterliche Wandmalereien entdeckt, die unter mehreren Schichten verborgen waren. Auf Anordnung der Denkmalpflege wurden die Malereien freigelegt und konserviert. Sie zeigen vermutlich Frau Minne, eine symbolische Frau aus der mittelalterlichen Literatur. Frau Minne war darin die Herrin der Liebe und Richterin in Liebesangelegenheiten. Man kennt sie dabei vorwiegend aus Werken der angewandten Kunst, wie Ofenkacheln, bemalten oder skulpturierten Kästchen und Textilien. Wandmalereien mit diesem Thema sind hingegen äusserst selten. Die Kleidermode der Figuren auf dem Wandbild lässt darauf schliessen, dass diese in der Zeit um 1400 entstanden sein dürfte.





